Artikel Hypnose im Business Coaching

Artikel Hypnose im Coaching

 

Was versteht man unter Hypnose?

Gerade um die Effektivität von (Business) Coachings zu verbessern, empfiehlt sich hierbei der Einsatz von Hypnose. Die Einsatzmöglichkeiten reichen von Entspannungstechniken und verbesserter Imagination von Zielzuständen, über die Arbeit mit den Ressourcen des Klienten, bis zur tieferen Trance, um beispielsweise Ängste abzubauen. Vor allem der tiefere Zugang zum Unbewussten des Klienten und die Verbesserung des Transferproblems sind wesentliche Bestandteile, welche eine effektive Hypnose kennzeichnen. Daher soll das Verfahren der Hypnose folgend vorgestellt werden.

Hypnose wird im Allgemeinen als tranceähnlicher Zustand bezeichnet, welcher durch eine selektive Aufmerksamkeit gekennzeichnet ist. Dieser tranceähnliche Zustand, der früher fälschlicherweise mit Schlaf gleichgesetzt wurde, konnte mit den Methoden der Kernspinresonanztomographie (MRT) und der Elektroenzephalographie (EEG) klar nachgewiesen werden. Bereits wenige Sitzungen können eine deutliche Veränderung bewirken; entsprechend vielseitig wird die Hypnose und ihre Techniken in der (Psycho-)Therapie verwendet.

Hypnose kann beispielsweise zur Behandlung von Depressionen, Ängstlichkeit, Sprechstörungen, zur Steigerung des Selbstwertgefühls, zum Stressabbau oder bei Schlafstörungen eingesetzt werden (vergl. Revenstorf 2003). Ein weiteres bedeutsames Einsatzgebiet der Hypnose ist die Behandlungen von Abhängigkeiten und Substanzmissbrauch. Im Coaching wird Hypnose zur Verbesserung verschiedenster Anliegen genutzt. Mögliche Anlässe hierfür sind die Steigerung des Selbstwertgefühls, Entwicklung der sozialen Kompetenz, Erlernen neuer Fähigkeiten, Zielsetzung (mentale Vorstellung von Zielen), zum Abbau von Ängsten, Lampenfieber oder allgemein zur Steigerung der Lebenszufriedenheit. Ziel der Sitzungen ist es die Stärken und Ressourcen des Klienten gemeinsam zu erarbeiten, damit diese in kritischen Situationen besser abgerufen werden können.

 

2. Risiken und Schwierigkeiten beim Einsatz der Hypnose

Das Anwenden von Hypnose birgt auch Risiken. Bekannt sind in der Hypnose Retraumatisierung durch reaktivierte belastende Erinnerungen in Trance. Diese werden durch einen unsachgemäßen Umgang wahrscheinlicher. Hierfür verbessert ein fachlicher Hintergrund eines hypnosepraktizierenden Coaches das Verständnis für auftretende Schwierigkeiten und bietet adäquate Lösungsmöglichkeiten. Neben den Risiken haben in der Vergangenheit Showhypnose und der Einsatz von Hypnose in diversen Filme ein verzerrtes Bild vermittelt. Darin wird der Eindruck vermittelt, dass es sich um einen Zustand der Willenslosigkeit handelt, in welchem der Hypnotisierte sich zum Gespött der Zuschauer macht und im Alltag Handlungen vollbringt, welche er für gewöhnlich nicht machen würde. Darüber hinaus haben sich auch bestimmte Erwartungshaltungen bezüglich der Wirksamkeit von Hypnose entwickelt. Diese Erwartungshaltung umfasst die Ansicht, dass die Hypnose, ähnlich wie ein chirurgischer Eingriff, negative Verhaltens-, Emotions- oder Gedankenmuster ohne eigenes Zutun verändert. Daher empfiehlt es sich in den ersten Gesprächen die Möglichkeiten und Grenzen der Hypnose zu thematisieren und dem Coachee ein realistisches Bild der Hypnosetherapie zu vermitteln, indem die Erwartungshaltung angepasst wird und die Bedenken gelindert werden. Weiterhin existieren zahlreiche Techniken, welche dem Coachee, in den Sitzungen Sicherheit geben.

 

3. Welche Techniken können von der Hypnose im Coaching angewendet werden?

Die Techniken in der Hypnotherapie variieren von Therapeut zu Therapeut und von Anliegen zu Anliegen. An dieser Stelle wird die Arbeit mit den eigenen Ressourcen vorgestellt.   

Die Ressourcenarbeit ist wohl vor allem für das Coaching der wichtigste Beitrag, den die Elemente der Hypnose für das Coaching bereitstellen. Hintergrund der Arbeit mit den Ressourcen ist, dass der Coachee viele Lösungsmöglichkeiten und Kompetenzen zur Bewältigung von kritischen Situationen bereits in sich trägt. Konkrete Techniken sind das Visualisieren von erfolgreichen Situationen in der Vergangenheit, mit den dort gezeigten Kompetenzen, das bildliche Vorstellen der eigenen Ressourcen durch gezielte Abstraktionen oder das Vorstellen von Tier-oder Pflanzenbildern, welche die gewünschte Fähigkeiten oder Eigenschaften in sich tragen.

 

Über den Autor:

Benjamin Koch ist ein gefragter Experte für Human Resources, Sportpsychologie und Business Coaching. Der Diplompsychologe mit Zusatzausbildung zum systemischen Business Coach und sportpsychologischen Coach im Spitzensport, Unternehmer, Führungskräfte und Leistungssportler beim Erreichen ihrer Ziele und Optimieren ihrer Potentiale. Er hält Vorlesungen an der Fachhochschule Jena im Bereich Personalführung für Wirtschaftsingenieure und ist ehrenamtlicher Richter am Arbeitsgericht Gera.

Quellen:

Revenstorf et al (2003): Expertise zur wissenschaftlichen Evidenz der Hypnotherapie 2003. Expertise für den Wissenschaftlichen Beirat Psychotherapie. S. 31. Milton Erickson Gesellschaft für klinische Hypnose(MEG), Januar 2003, abgerufen am 10. Juli 2014 (PDF)

Erickson, M.H. & Rossi, E. (2007) Hypnotherapie. Aufbau, Beispiele, Forschungen (Leben Lernen 49) Taschenbuch – April 2007

 

Schwegler, C. (2014). Grundkurs Hypnotherapie: Lehrbuch der klinischen Hypnosetherapie angepasst an die Grundkurse der wichtigsten deutschsprachigen Fachgesellschaften.

Human Resource & Sport Consulting

Inhaber: Benjamin Koch (Dipl.Psych)

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